Thurgauer Obstbauern sind bereit für Bekämpfung des Feuerbrandes

Jedes Jahr macht die Baumkrankheit Feuerbrand den Ostschweizer Obstbauern zu schaffen. Gegen das Bakterium, das den Feuerbrand auslöst, werden im Frühling Pflanzen- schutzmittel gespritzt. Die Bauern im Thurgau wären auch dieses Jahr dazu bereit, vielleicht kommt es aber gar nicht dazu.

Ein Bauer spritzt in seiner Obstanlage das Antibiotikum Streptomycin.

Bildlegende: Seit 2008 wird im Thurgau regelmässig das Antibiotikum Streptomycin gegen den Feuerbrand eingesetzt. Keystone

Jeder Bauer, dessen Obstbäume schon einmal vom Feuerbrand betroffen gewesen seien, werde Pflanzenschutzmittel einsetzen, sagt Edwin Huber, der Präsident des Thurgauer Obstverbandes. Er schätzt, dass 90 Prozent aller Bauern bereit sind, ihre Bäume zu spritzen.

Bis jetzt war es noch nicht lange genug warm, damit sich der Feuerbrand hätte ausbreiten können. Bleibt es noch ein paar Tage so kühl, muss dieses Jahr vielleicht gar nicht gespritzt werden. Dies hat es in den letzten Jahren noch nie gegeben.

Neben den Bauern würden sich auch die Imker freuen, wenn keine Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen. Diese müssen regelmässig Honig entsorgen, da er Restbestände von Antibiotika enthält.

Dieses Jahr sind in der Ostschweiz Tests mit einem anderen Pflanzenschutzmittel namens LMA geplant. Falls nicht gespritzt werden muss, kommt auch dieses Mittel nicht zum Einsatz. Die Tests und die Einführung von LMA würden sich damit verzögern.