Die Zürcher Regierung wird bürgerlicher – und weiblicher

Bei den Zürcher Regierungsratswahlen wird mit Martin Graf (Grüne) ein amtierender Regierungsrat abgewählt. Nebst den vier Bisherigen ist das Frauentrio mit Jacqueline Fehr (SP), Silvia Steiner (CVP) und Carmen Walker Späh (FDP) gewählt.

Die CVP geht als lachende Dritte aus dem Rennen um den Regierungsratssitz hervor: Ihre Kandidatin, Silvia Steiner, erobert den Sitz zurück, den ihr Vorgänger Hans Hollenstein vor vier Jahren an die Grünen verloren hat.

Derweil muss Martin Graf (Grüne) eine bittere Niederlage einstecken. Den ganzen Tag lieferte er sich mit Carmen Walker Späh (FDP) einen Wettlauf um den siebten Platz. Kurz vor Schluss hatte sie die Nase vorn. Graf konnte ihren Vorsprung nicht mehr wett machen.

Mit dieser Wahl ist die Rechnung der Bürgerlichen voll aufgegangen. Ihr Fünferticket hat bei der Wählerschaft verfangen, die Basismitglieder der bürgerlichen Parteien sind den Empfehlungen der Führung gefolgt.

Ein respektables Ergebnis kann auch Markus Bischoff (AL) vorweisen. Er verpasste die Wahl zwar klar, holte aber deutlich mehr Stimmen als von seiner Wählerbasis her zu vermuten war.

Weit abgeschlagen auf den Plätzen zehn und elf liegen die Kandidaten von EVP, Nik Gugger, und der BDP, Marcel Lenggenhager. Die beiden konnten aber immerhin ihre Aufgabe als Wahllokomotive erfüllen und trugen dazu bei, dass sich ihren Parteien den Verbleib im Kantonsrat sichern konnten.

Die Resultate in der Übersicht

Gewählt

Nicht gewählt

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