EM Zürich: Ein 10-Augen-Prinzip für die richtige Landesfahne

An der Leichtathletik-EM in Zürich sind sieben junge Männer und Frauen dafür verantwortlich, dass bei den Siegerehrungen die richtigen Landesfahnen hochgezogen werden. Fehler sind nicht erlaubt - der Skandal wäre perfekt. Vorbereitung und Kontrolle sind deshalb das A und O bei dieser Arbeit.

Die verschiedenen Landesfahnen sind in einem separaten Raum im Letzigrundstadion alphabetisch aufgehängt. Von A wie Albanien bis W wie Weissrussland.

Ein Team unter Kontrollzwang

Um sicherzustellen, dass die Fahnenhelfer bei Siegerehrungen an der EM in Zürich die richtige Fahne hissen, sind mehrere Kontrollsysteme etabliert worden. Die Fahnen sind einerseits angeschrieben, andererseits gibt es einen Aushang mit Bildern der Flaggen.

Bis die Fahne hochgezogen wird, haben sie sich ausserdem fünf Personen angesehen. «Ein 10-Augen-Prinzip», erklärt Fahnen-Chef Sandro Wegmann. Mit Hilfe einer «Fahnen-App» haben sich er und seine Crew die Länder und ihre Flaggen zudem schon im Vorfeld eingeprägt.

Bis jetzt ist ihm und seinem Team noch nie ein Fehler unterlaufen, obwohl die Siegerehrungen manchmal im 5-Minuten-Takt über die Bühne gehen. Das ist auch körperlich anstrengend: Die Flaggen werden nämlich von Hand hochgezogen. Bis sie oben sind, braucht es etwa 100 Kurbelumdrehungen.