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Zürich Schaffhausen Keine generelle Zugswarnung an Zürcher Bahnhöfen

Nach einem tödlichen Unfall Ende April in Kloten ist der Ruf nach mehr Sicherheit auf den Perrons laut geworden. Ein Güterzug hatte einen Kinderwagen erfasst - das Baby starb. Die SBB ergreift jedoch noch keine speziellen Massnahmen. Sie will zunächst den Untersuchungsbericht zum Unfall abwarten.

Ein Zug fährt ein am Bahnhof Hettlingen.
Legende: Keine generelle Zugswarnung an Bahnhöfen: Für die SBB ist die Sicherheit heute schon gewährleistet. Keystone

Es ist ein Alptraum: Ein Zug fährt an einem Bahnhof vorbei und reisst dabei einen Kinderwagen mit. Passiert ist dies Ende April am Bahnhof Kloten. Die Mutter war damit beschäftigt, am Automaten ein Billet zu lösen. Und bemerkte offenbar nicht, dass ein Güterzug heranrollte und den Kinderwagen erfasste. Ihr einjähriger Knabe starb.

Ob ein Warnsystem den Unfall hätte verhindern können, ist offen. Trotzdem löste der Unfall Diskussionen aus. Und die CVP reichte eine Anfrage an den Regierungsrat ein, was der Kanton Zürich unternehme, um solche Unfälle in Zukunft zu verhindern.

«Warnen an allen Bahnhöfen nicht zielführend»

Die SBB sieht vorerst keinen Handlungsbedarf. An allen Bahnhöfen Warndurchsagen einzuführen, erachtet sie als nicht zielführend, da diese die Sicherheit nicht erhöhen würden. Und sie hält fest: wer sich auf dem Perron hinter der weissen Linie aufhält, sei sicher und werde nicht gefährdet.

Was damals genau passierte, wird derzeit von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) untersucht. Die SBB will diesen Bericht abwarten, um allfällige Lehren aus dem Unfall zu ziehen. Sofortmassnahmen wurden in Kloten keine ergriffen.

In Zukunft nur noch zwei Bahnhöfe mit Zugswarnungen

Vor Zugs-Durchfahrten gewarnt wird auf ZVV-Gebiet nur in den Bahnhöfen Stettbach und Hardbrücke, in denen es zu Stosszeiten etwas eng werden kann. Wie ein SBB-Sprecher am Donnerstag auf Anfrage der sda sagte, wird dort auch in Zukunft mit einer Durchsage gewarnt.

An den wenigen anderen Stationen, an denen es bisher Durchsagen gab, werden sie eingestellt. In Oerlikon, dem einzigen Bahnhof auf ZVV-Gebiet mit relativ vielen Durchfahrten, ist damit Schluss, sobald die Perrons fertig ausgebaut sind. Die Anlagen sind dann genügend breit, auch in Stosszeiten.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Mike Steiner (M. Steiner)
    Das kostet Unsummen. Die bezahlt der Bahnkunde. Müssen wir hier wirklich amerikanische, deppensichere Verhältnisse schaffen, weil alle paar jahre aus Unachtsamkeit ein (ja, tragisches) Unglück geschieht? Wo führt das hin?
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