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Wahlen GR Graubünden: FDP muss Federn lassen – SVP erreicht Fraktionsstärke

Die Verliererin der Parlamentswahlen in Graubünden ist die FDP. Sie büsste sechs Sitze ein, bleibt mit 32 Mandaten aber stärkste Fraktion im 120-köpfigen Grossen Rat. Am meisten zugelegt hat die in Graubünden schwache SVP. Sie steigerte sich um vier auf acht Sitze und kommt neu auf Fraktionsstärke.

Legende:
Sitzverteilung im Bündner Grossen Rat nach den Wahlen 2014 Bisher sind 118 der 120 Grossratssitze vergeben. Die 2 restlichen werden in einem zweiten Wahlgang bestimmt. Zusätzlich findet im Wahlkreis Suot Tasna eine Nachwahl statt. Grund: Jon Domenic Parolini (BDP) ist in die Regierung gewählt worden. Offen sind somit drei Sitze. .

Damit erreichte die Volkspartei ihr erklärtes Ziel, wieder Fraktionsstärke zu erlangen. Seit dem Rauswurf der Bündner SVP aus der schweizerischen Mutterpartei im 2008 und dem Übertritt fast aller ihrer Politiker zur BDP hatte die Volkspartei im Grossen Rat nur eine marginale Rolle gespielt.

Mit drei Sitzgewinnen ebenfalls zugelegt hat die SP, die neu auf 15 Sitze kommt. Die BDP festigte mit einem zusätzlichen Sitz ihre Position als drittstärkste Fraktion mit neu 27 Mandaten. Von der Schwäche der Berner BDP, die Ende März 11 ihrer 25 Sitze im Kantonsparlament verloren hatte, war bei den Bündnern nichts zu spüren.

CVP bleibt zweitstärkste Fraktion

Legende:
Gewinner und Verlierer bei den Bündner Wahlen Die Differenz der Ergebnise der Wahlen 2010 und 2014. Bisher sind 118 der 120 Grossratssitze vergeben. Die 2 restlichen werden in einem zweiten Wahlgang bestimmt. Zusätzlich findet im Wahlkreis Suot Tasna eine Nachwahl statt. Grund: Jon Domenic Parolini (BDP) ist in die Regierung gewählt worden. Offen sind somit drei Sitze. .

Ihre Position einigermassen halten konnte die CVP. Sie büsste zwei Sitze ein und bleibt mit 31 Mandaten zweitstärkste Fraktion. Die GLP stagniert, sie behält ihre zwei Sitze. Zwei Sitze gingen an Parteilose, drei weniger als vor vier Jahren.

Totale auf den Parlamentssaal.
Legende: Das Parlament bleibt bürgerlich dominiert. Keystone

Die Resultate sind allerdings noch nicht in Stein gemeisselt. Zwei Sitze sind noch nicht vergeben. In den Wahlkreisen Klosters und Ilanz finden zweite Wahlgänge statt. Im Wahlkreis Suot Tasna kommt es zu einer Nachwahl. Dies, weil Jon Domenic Parolini (BDP) in die Regierung gewählt wurde.

Die Parlamentswahlen in Graubünden werden nach dem Majorzsystem durchgeführt, für dessen Beibehaltung sich das Stimmvolk erst kürzlich aussprach. Die Grossratsmitglieder werden in 39 Kreisen gewählt. Nur noch die beiden Halbkantone Appenzell bestellen ihre Parlamente ebenfalls im Majorzverfahren.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von walter wellinger, 7558 strada
    die Berner können im Gegensatz zu den Bündner fleicht ein bisschen besser analysieren als die bünder,diese mimi Partei mag so gerade für den Kanton gerecht sein, für einen eigenen Bundesrat hat diese Partei keine Berechtigung.
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    1. Antwort von D. Daniele, Obergösgen
      wellinger@Ich verstehe nicht wieso die BDP nicht einen Bundesrat stellen darf, wo steht in der Bundesverfassung das die Bundesräte nach Mehrheitsverhältnissen im Parlament gewählt werden müssen. Es ist doch so das jeder Schweizer und-in die von einem Parlamentarier Vorgeschlagen wird, gewählt werden kann. Wenn das gewisse Kreise nicht wohlen dann muss man diese Gesetze ändern. Bis dann ist Frau Widmer-Schlumpf eine Rechtsmässig gewählte Bundesrätin, und sollte auch als solche Respektiert werden.
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    2. Antwort von H. Frühling, Bern / Zürich
      So ist es eben in einer Demokratie: Man muss die Wahlergebnisse akzeptieren, sogar die Anhänger der SVP. Daran führt nun einmal kein Weg vorbei.
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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    So, die Linken können nun noch großartig mit dem Sieg eines profillosen BDP-Mannes schwadronieren. Nur dumm fanden im selben Kanton heute auch Parlamentswahlen statt, wo die SVP laut Zwischenergebnissen weiter im Aufwind ist, trotz Majorzwahlsystem!!
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    1. Antwort von Elisabeth Hasler, Zürich
      Die BDP ist die Gewinnerin der GR Wahlen. Es gelang, den 2. RR-Sitz zu verteidigen & zwar in beiden Fällen mit Glanzresultat. Der SVP-Herausforderer Heinz Brand unterlag mit fast 5000 Stimmen. Das sind die Fakten, Herr Anderegg, ob es Ihnen passt oder nicht. GR ist ein traditioneller Transit- & Tourismuskanton, keine rechtskonservative Hochburg. Die MEI hat Brand Stimmen gekostet. Auch im Parlament legte die BDP als drittstärkste Kraft nochmals zu. Das SVP-Kuchenstück ist immer noch sehr schmal.
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    2. Antwort von Albert Planta, Chur
      Ja, es IST eine ausserordentliche Parforceleistung im 120 Köpfigen Grossen Rat 4 Sitze dazuzugewinnen. Der ganze Kanton war zugepflastert mit Brandplakaten und etliche wurden von Unbekannten mit Filzstiften modifiziert.
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    3. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      @ Hasler, dummerweise hatten wir noch Parlamentswahlen in GR, wo die SVP 4 Sitzgewinne verbuchte und die BDP nur einen. @ Planta, Sie verschweigen den Umstand, dass das Bündner Parlament im Majorz gewählt wird, was klar verfassungswidrig ist, darum die gestrige Beschwerde gegen das Resultat. Nur der Proporz würde dieses verfassungswidrige System aufheben, wo die SVP dann am meisten Sitze hätte, nämlich 31, BDP, CVP und SP je 19, die FDP nur 15. GR-NR Wahlen 2011: SVP 25%, BDP 20%.
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    4. Antwort von Albert Planta, Chur
      R.Anderegg, Zürich sie verschweigen, dass in GR über die Einführung des Proporz bereits 8 x abgestimmt wurde. Gemäss SVP hat das Volk immer recht.
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    5. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Falsch A. Planta, es geht beim Volk darum was es beschliesst und nicht ob es recht hat, sofern der Volksentscheid nicht gegen unsere Verfassung ( nicht Völkerrecht!) verstösst. Dieser Majorz in Graubünden ist aber klar verfassungswidrig, was sogar Politiker der SP unterstreichen. Im übrigen hat das Bundesgericht in Obwalden auch einen Volksentscheid für verfassungswidrig erklärt, als es um die Pauschalbesteuerung ging. Über diesen Gerichtsentscheid haben dann ihresgleichen nur gejubelt.
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