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Wie verbreiten sich Aerosole im Zug?
Aus Tagesschau vom 16.01.2021.
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Ansteckungsrisiko ÖV Aerosole: Werden die Züge der SBB ausreichend belüftet?

Ein Test zeigt, dass die Aerosolausbreitung in Traverso-Zügen der Südostbahn dank der Lüftungsanlage gut eingedämmt wird. Aber wie ist das bei den Zügen der SBB?

Ein Test von Michael Riediker, Professor und Direktor des Schweizerischen Zentrums für Arbeits- und Umweltgesundheit, der in der Tagesschau vom 16. Januar gezeigt wurde, hat bei der SRF-Community Fragen aufgeworfen.

Riediker hat für SRF in einem Traverso-Zug der Südostbahn die Aerosolausbreitung visualisiert – mit harmlosem Theaternebel und einer Puppe. Im Traverso-Zug scheint es, als sei die Aerosolausbreitung gering – dies vor allem dank der guten Lüftung und einer korrekt getragenen Maske. SRF-Userinnen und -User haben sich anschliessend die Frage gestellt, wie die SBB die Aerosolausbreitung eindämmt. Wir haben nachgefragt.

Die Klimaanlagen der Traverso-Züge der Südostbahn saugen die Luft nach oben ab. Funktioniert das Klimaanlagensystem der SBB ähnlich?

«Gemäss aktuellem Wissensstand gibt es keine Anzeichen für eine erhöhte Ansteckungsgefahr in SBB-Fahrzeugen mit funktionsfähigen Klimaanlagen bzw. Lüftungen», schreibt die SBB auf ihrer Website. Und auf Anfrage von SRF: Wie alle modernen Züge seien auch die Waggons der SBB baugleich zu den Traverso-Zügen. Die Zuluft ströme im Bodenbereich ein, die Abluft werde an der Zugdecke abgesaugt. «Die Innenluft in unseren Waggons wird im Durchschnitt sechs- bis zehnmal pro Stunde – je nach Besetzung sogar häufiger – komplett mit Frischluft ausgetauscht.»

Im Test sitzt nur eine Person im Viererabteil – wie realistisch ist das in der Praxis?

Die Auslastung der Züge liege im Tagesdurchschnitt bei 17 Prozent – rund der Hälfte von vor der Pandemie, schreibt die SBB. Bei 100 Prozent wären alle Sitzplätze belegt.

Was unternimmt die SBB, damit die Ansteckungswahrscheinlichkeit während der Reise gering bleibt?

Gemäss SBB werden neuerdings die Türen an den Haltestellen länger offen gelassen, um den Luftaustausch weiter zu fördern. Ausserdem habe die SBB die Reinigung der Züge intensiviert: Haltestangen, Taster, Tische, Armlehnen sowie WCs werden mehrmals täglich gereinigt und desinfiziert. Auf besonders nachgefragten Linien würden Reinigungen auch unterwegs durchgeführt, schreibt die SBB auf ihrer Website.

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So verteilen sich die Aerosole im Zug
Aus Tagesschau vom 16.01.2021.
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SRF Tagesschau, 16.01.21, 19:30 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Wann kommen endlich Polizeikontrollen in Zügen und an Bahnhöfen und vorallem Bussen für Leute ohne oder falsch angezogener Maske?
    1. Antwort von Rolf Helbling  (Rolf Helbling)
      Was soll das bringen? Kommt die Polizei zieht der Sünder die Maske hoch, ist sie weg wieder runter.
  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    "Gemäss SBB werden neuerdings die Türen an den Haltestellen länger offen gelassen, um den Luftaustausch weiter zu fördern" - will heissen, jetzt nun 4 Sekunden lang anstatt 2. Zudem habe ich gerade heute wieder festgestellt, dass man immer noch drücken muss, damit die Türe überhaupt aufgehen. Die SBB beheizen die Züge ja, sie wollen ja nicht, dass kalte Luft reinkommt. Nur dem Autofahrervolk kann man so eine Haferkäse wie im Artikel auftischen. Die Agglos&Pendler wissen, dass das nicht stimmt.
  • Kommentar von Anja Dolder  (freemind)
    Teil-lockdown anordnen, damit weniger Leute unterwegs sind, doch die SBB kürzt gleichzeitig die Züge, damit wir wieder zusammengepfercht unterwegs sein dürfen. Es gibt diverse, die kein home office durchführen können und wie üblich auf die ÖV angewiesen sind. Es betrifft nicht alleine die Schüler.
    1. Antwort von Daniela Langenauer  (Daniela L.)
      Die SBB haben jeden Goodwill damit verspielt. Ich werde in Zukunft nur noch SBB fahren, wenn absolut notwendig.

      Unsere Regionalbahn fährt nun mit langer Zugskomposition auch tagsüber, wo sonst nur Hälte der Wagons fahren. Das ist Fürsorge und Verantwortungsbewusstsein. Dabei ist dies eine private Bahn. Da werde ich auch in Zukunft sehr gerne einsteigen.

      Weshalb spricht Bund als Eigentümer SBB nicht endlich Machtwort ?
    2. Antwort von Udo Wilkens  (UWIL)
      Ganz genau.