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Schweiz Bilaterale haben Vorrang vor der Zuwanderungsbeschränkung

Wenn Schweizer zwischen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative und der Erhaltung der bilateralen Verträge wählen müssten, würde sich eine klare Mehrheit der Stimmenden für die bilateralen Verträge entscheiden. Das zeigt eine Analyse des Forschungsinstitutes gfs.bern.

Die bilateralen Verträge mit der EU sind in der Schweiz populär: Wenn sie zwischen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative und der Erhaltung der bilateralen Verträge wählen müssten, würden sich rund zwei Drittel der Stimmenden für die bilateralen Verträge entscheiden. Das ergab eine Analyse des Forschungsinstitutes gfs.bern.

Anhänger der Mitte-Links-Parteien räumen den Bilateralen besonders häufig Priorität ein. Stimmende, die sich dem äusseren Rand des politischen Spektrums zugehörig fühlen, geben der Umsetzung der Initiative den Vorrang.

Selbst für jede dritte Person, die im Februar 2014 der Masseneinwanderungsinitiative der SVP zugestimmt hat, ist heute die Erhaltung der Bilateralen dennoch wichtiger, als eine wortgetreue Umsetzung der Initiative.

Legende: Video «Das ist kein Meinungsumschwung» abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.05.2016.

«Das ist kein Meinungsumschwung», sagt Analyseleiter Pascal Sciarini in der «Tagesschau». Die Leute hätten damals lediglich der Masseneinwanderungs-Initiative zugestimmt. Wenn man ihnen heute sage, dass die Initiative nicht umgesetzt werden könne ohne die Bilateralen aufs Spiel zu setzen, so bevorzugten sie eher die Bilateralen als die Umsetzung der Initiative.

Für die repräsentative Umfrage wurden 1509 Stimmberechtigte befragt. Die Fehlermarge beträgt 2,6 Prozent.

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83 Kommentare

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  • Kommentar von markus aenishaenslin (aenis)
    Unsere Natur zeigt es vor, wenn es zu viele gelbe Maria Käfer gibt, weiss jeder was dann mit den einheimischen roten Maria Käfer passiert.
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    T.Zangerl "Wenn sich die EU nicht schleunigst von innen heraus erneuert, dann kann es wirklich zu einem Zerfall kommen. Dann aber gute Nacht schoene Gegend. Dann kann DE und CH zusammenpacken. Export ade und Import zu Huelle und Fuelle fuer einen Pappenstiel. Dieses Szenario musste wohl grauenvoll sein" Sie tun ja so, als hätte es vor dieser Zeit nichts anderes gegeben! Es lief davor bestens und es würde sich bestimmt auch wieder einspielen!
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  • Kommentar von Armin Hug (Hugi)
    Die Bilateralen gibt es ja künftig nur noch mit einem Rahmenabkommen. Sobald man erkennt, dass man damit nichts mehr mitzubestimmen hat, wird es abgelehnt. Das gleiche Problem zeigt sich ja bei Schengen. Wartet mal ab, was geschieht, wenn jetzt die EU der Türkei für einen politischen Handel die Visafreiheit gewährt! Gilt auch für die Schweiz - die Asylgesuche der Kurden ahoi!!
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