Bund erlaubt in Zürich Versuch mit Genweizen

Während sechs Jahren wird die Forschungsanstalt Agroscope am Zürcher Standort Reckenholz Genweizen anbauen. Das Ziel des Versuchs: Herauszufinden, ob die Pflanzen einen besseren Ertrag bringen und wie sich die Pflanzen auf freiem Feld verhalten.

Zu sehen ist ein Mann bei der Weizen-Ernte.

Bildlegende: Weizenernte in der Forschungsanstalt Reckenholz (ZH). Hier wird auch der gentechnisch veränderte Weizen angebaut. Keystone

Das Forschungsinstitut Agroscope darf am Standort Reckenholz bei Zürich einen Feldversuch mit gentechnisch verändertem Weizen durchführen. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat ein entsprechendes Gesuch nun bewilligt.

Die Forschenden wollen transgenen Winterweizen anbauen, der über ein aus Gerste stammendes zusätzliches Transport-Protein für Saccharose (Haushaltszucker) verfügt. Der Anbauversuch soll zeigen, wie sich die Pflanzen auf freiem Feld verhalten und ob sie einen besseren Ertrag bringen.

Der Versuch dauert maximal sechs Anbauperioden ab Herbst 2016 bis zum Herbst 2022. Agroscope muss dem Bafu jedes Jahr vor der Aussaat die Grösse der Versuchsflächen sowie weitere Detailinformationen mitteilen. Zudem müssen die Forscher Massnahmen treffen, um zu verhindern, dass sich gentechnisch verändertes Material ausserhalb des Versuchsgeländes verbreitet.