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Schweiz Bund senkt Preise von rund 500 Medikamenten

500 Medikamente werden in der Schweiz ab sofort billiger. Damit wird die obligatorische Krankenpflegeversicherung um mindestens 200 Millionen Franken entlastet.

Insgesamt überprüfte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Preise von 800 Arzneimitteln. Bei rund 500 Medikamenten wurden per heutigem 1. November
Preissenkungen verfügt, wie das BAG mitteilte.

Bei den restlichen 300 Arzneimitteln bleiben die Preise gleich. Sie sind laut BAG im Vergleich zu denjenigen im Ausland oder im Vergleich zu anderen Medikamenten weiterhin wirtschaftlich.

Die Preissenkung bei den rund 500 Medikamenten geht auf eine im April erzielte Einigung zwischen Bund und Pharmaindustrie zurück. Schrittweise sollen etwa 2500 verschiedene Arzneimittel günstiger werden. Bis 2015 sollen dadurch 720 Millionen Franken eingespart werden.

Jährliche Überprüfung

Das BAG überprüft jedes Jahr ein Drittel der Arzneimittel der sogenannten Spezialitätenliste. Dort sind all jene Arzneimittel aufgeführt, die von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) vergütet werden.

Bei den 800 nun überprüften Arzneimitteln wurden laut BAG vor allem deren Preise in der Schweiz mit denjenigen in Dänemark, Deutschland, Niederlande, Grossbritannien, Frankreich und Österreich verglichen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Endlich! Aber leider noch viel zu wenig. Klar, die Politiker wollen ihre "Nebeneinkünfte" natürlich nicht freiwillig senken. Die sind ja sooo arm dran. Mit ihren 10 Riesen im Monat kommen die halt schon sehr schwer durchs Leben. Da braucht es natürlich den Zustupf der Pharma! Wenn ich lese das Supersportler mit 70000 im Jahr arm sein sollen, dann müssen Politiker natürlich deutlich über 100000 bekommen! Nur so nebenbei, ich bekomme 40000/J. Bin ich nun ein Bettler?
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    1. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      Der Bund hat die Preise nicht gesenkt, er hat sie nur anhand der vorgeschlagenen Richtpreise der Industrie festgelegt. Das Ganze dann aber als Erfolg des Bundes zu bezeichnen, beweist höchstens, dass es wieder einmal gelungen ist, Einigen vorzuschwindeln, man habe etwas für die Konsumenten getan. Herr Duren, glauben Sie nicht jeden Scheiss, den man Ihnen erzählen will, die machen das schon seit Jahrzehnten so...
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