Jeder Dreissigste wird vom Grippe-Virus flachgelegt

Würden sich heute 100 Leute im Wartezimmer Ihres Arztes einfinden , wären wohl 3 von ihnen an einer Grippe erkrankt. Das Virus ist in der Schweiz weiter auf dem Vormarsch. Am schlimmsten betroffen sind Kleinkinder und Säuglinge.

Ein Liebespaar küsst sich. Der Mann trägt einen medizinischen Anti-Grippenviren-Mundschutz.

Bildlegende: Der Grippevirus ist beharrlich – dennoch ist hygienisches Verhalten schon mal ein Anfang. Keystone

Letzte Woche haben die Gesundheits-Statistiker noch 26 Fälle auf 1000 Arztbesuche ausgewiesen. Inzwischen sind es 31. Die epidemische Klassifizierung ist erhöht worden. Jetzt ist die Grippe in allen Regionen der Schweiz «weit verbreitet».

Das bedeutet, dass die Ärzte in fünfzig oder mehr Prozent der Fälle eine Grippe diagnostizieren. In der vergangenen Woche war sie in zwei Regionen nur «verbreitet». Das Bundesamt für Gesundheit BAG schätzt die Tendenz der Grippeaktivität in vier der sechs Regionen nach wie vor als steigend ein.

Weitere Zunahme bei den Kleinsten

Die stärkste Zunahme verzeichnen die Ärzte bei den 30- bis 64-Jährigen. Aber das Total der Erkrankten je Altergruppe ist bei Säuglingen und den bis vierjährigen Kindern am höchsten.

In dieser Gruppe wie auch bei den Null- bis Vierzehnjährigen rechnet das BAG weiterhin mit einer Zunahme von Erkrankungen, während sie die Anzahl in den anderen Altersgruppen als konstant einschätzt.

Die neusten Zahlen zeigen zudem, dass bei 57 Prozent der durchgeführten Laboruntersuchungen das Grippevirus nachgewiesen werden konnte. Dieser Prozentsatz blieb seit der vergangenen Woche gleich.