Neat ist 300 Millionen günstiger geworden

Das hat Seltenheitswert: Infrastrukturprojekte mit Tunnels, die weniger kosten als geplant. Doch die neue Eisenbahn-Alpentransversalen (Neat) ist auf dem besten Weg dazu.

Die Neat soll 300 Millionen Franken weniger kosten als budgetiert. Mit dieser guten Nachricht wartet das Bundesamt für Verkehr (BAV) auf. Die Schlussrechnungen zu den Vortriebs- und Betonarbeiten am Gotthard seien letztes Jahr unter dem Budget geblieben. Zudem gingen die finanziellen Risiken mit dem Baufortschritt zurück, schreibt das BAV.

Arbeiten laufen nach Plan

Deshalb hat der Bund die Prognose für die Endkosten der Neat von 18,5 auf 18,2 Milliarden Franken (Preisstand 1998) gesenkt. Das entspricht einer Einsparung von 300 Millionen.

Nach heutigem Preisstand sinkt die Kostenprognose unter Einbezug von Mehrwertsteuer und Bauzinsen dank der geringen Teuerung gar von 24 auf 23 bis 23,5 Milliarden Franken.

Die Arbeiten an den Hochgeschwindigkeitsanschlüssen, der zukünftigen Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB), an der Lärmsanierung und am Wechsel auf das Zugsicherungssystem ETCS schritten planmässig voran, hält das BAV weiter fest. Der Gotthard-Basistunnel soll im Dezember 2016 in Betrieb gehen, der Ceneri-Basistunnel im Dezember 2019.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Erstes Teilstück des Ceneri-Basistunnels durchbrochen

    Aus Schweiz aktuell vom 17.3.2015

    Ein grosser Tag für die Neat, die neue Eisenbahn-Alpentransversale: Um 12 Uhr mittags fand der erste Durchschlag im Ceneri-Basistunnel statt. Die Aufregung unter den Mineuren war gross. Die Reportage und Katharina Locher im Gespräch mit Alptransit-Chef Renzo Simoni.