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Schweiz Polizist akzeptiert Urteil wegen fahrlässiger Tötung

24 Monate bedingte Freiheitsstrafe für fahrlässige Tötung und Körperverletzung: Dieses Urteil des Schwyzer Kantonsgerichts zieht der angeklagte Polizist nicht vor das Bundesgericht. Er erschoss 2012 einen unbewaffneten Einbrecher.

Zu sehen sind zwei Schwyzer Polizeifahrzeuge.
Legende: Die Schwyzer Polizei will den beschuldigen Polizisten auch nach Verurteilung weiter beschäftigen. Keystone

Der Schwyzer Polizist, der vor drei Jahren bei einer Kontrolle einen unbewaffneten Einbrecher erschoss, zieht das gegen ihn verhängte Urteil nicht vor Bundesgericht. Das hat sein Anwalt mitgeteilt.

Der Anwalt des Polizisten hatte zuvor vor den Schwyzer Gerichten jeweils einen Freispruch verlangt. Warum der Polizist das Urteil nicht weiterziehen will, wollte der Anwalt nicht sagen.

Vor einer Woche hatte bereits die Staatsanwaltschaft bekannt gegeben, das Urteil nicht vors Bundesgericht weiterziehen zu wollen.

Das Schwyzer Kantonsgericht sprach den 38-jährigen Kantonspolizisten im Januar 2015 der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung schuldig. Dabei folgte es dem Schuldspruch des Strafgerichts vom April 2014. Es erhöhte die bedingte Freiheitsstrafe jedoch von 15 auf 24 Monate.

Dienst auch nach dem Urteil möglich

Der tödliche Zwischenfall hatte sich zwischen Schwyz und der Ibergeregg ereignet. Der Polizist war bei der Suche nach Einbrechern aus einem Polizeibus ausgestiegen und allein zu einem vor einem Rotlicht wartenden gestohlenen VW-Bus gerannt.

Dort angekommen, machte der unbewaffnete Einbrecher im VW-Bus eine Bewegung mit dem rechten Arm. Darauf tötete ihn der Polizist mit einen Schuss aus seiner Pistole.

Die Schwyzer Polizei will den beschuldigen Polizisten auch nach der rechtskräftigen Verurteilung weiter beschäftigen. Dies gab ein Sprecher vergangene Woche bekannt.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Johann Meister, Bern
    Es ist schon beängstigend wie hier die Tötung eines Menschen, wenn auch Krimineller, verherrlicht wird. Erinnert mich an die 30iger Jahre und Juden. Ein Einbrecher gehört hart bestraft aber nicht mit dem Tod vor allem nicht Schüsse in den Rücken wenn der Polizist nicht gefährdet ist. Schweizer schämt Euch!
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  • Kommentar von I.Bürgler, lbach
    Die Justiz will damit sagen, jeder Polizist ist ein Idiot, der noch einen solchen Verbrecher stoppt und versucht festzunehmen. Es könnte ja wieder das gleiche passieren. Unsere Justiz ist bedenklich zu hinterfragen, wenn sie solche fraglichen Entscheide fällt. Müssten allenfalls unsere Staatsanwälte und Richter ausgewechselt werden? Die Politiker/Richter (auch die linken) sind gefordert.
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  • Kommentar von CHRISTIAN ALEXANDER STAUB, CH-3613 STEFFISBURG
    Ohne das uneingeschränkte Vertrauen der Bevölkerung kann kein Polizeicorps funktionieren, es würde sich dem Verdacht auf Willkür und Korruption aussetzen. Wir wollen in der CH keine USA-Verhältnisse. Somit muss für den Polizisten NULL-Toleranz gelten, umso mehr, als er sich offensichtlich unprofessionell und entgegen den Vorschriften verhalten hatte. Er hat definitiv nichts mehr in einem Polizeicorps zu suchen. Die bedingte Strafe für das Erschiessen eines Unbewaffneten ist genug an Milde.
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