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Schweiz Rekrutenschule: Mehr Ausmusterungen nach Sicherheitscheck

Rund 1200 Stellungspflichtige sind letztes Jahr durch die Sicherheitsprüfung der Schweizer Armee gefallen. Sie wurden als Sicherheitsrisiko eingestuft und noch vor der RS aus der Armee ausgeschlossen. Gegenüber 2013 ist die Zahl der Ausmusterungen riskanter Kandidaten damit deutlich gestiegen.

Schweizer Rekruten bei einer Sprengstoff-Ausbildung.
Legende: Schweizer Rekruten bei einer Sprengstoff-Ausbildung. Keystone

Seit Sommer 2011 werden alle angehenden Rekruten einer Sicherheitsprüfung unterzogen. Vergangenes Jahr fielen dabei 1213 Stellungspflichtige durch. Armeesprecher Christoph Brunner bestätigte eine entsprechende Meldung der «Schweiz am Sonntag». 2013 waren 965 Personen beim Sicherheitscheck hängengeblieben.

Nach dem Fall Zürich-Höngg Massnahmen ergriffen

Die Armee beurteilt bei der Sicherheitsprüfung das Gewaltpotenzial von Stellungspflichtigen – mit folgendem Ziel: All jene Personen, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen, sollen keine militärische Ausbildung und damit auch keine persönliche Waffe erhalten.

Auslöser für die Einführung von flächendeckenden Prüfungen aller Stellungspflichtigen war unter anderem die Tat eines Soldaten in Zürich-Höngg. Dieser hatte Ende 2007 mit dem Sturmgewehr eine ihm unbekannte 16 Jahre junge Frau erschossen, die auf den Ortsbus gewartet hatte.

Einzelfälle mit Hinweis auf Rechtsextremismus

Die Fachstelle Extremismus in der Armee – die zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle gegen jegliche Form von Extremismus im Militärdienst – hat im vergangenen Jahr zudem 41 Dossiers bearbeitet, wie sie bereits im April mitgeteilt hatte. Vorkommnisse grösseren Ausmasses sind aber ausgeblieben. Meistens ging es um Einzelfälle mit Hinweis auf Rechtsextremismus.

Vier Fälle wurden mit Verdacht auf islamistisch oder dschihadistisch motivierten Aktivismus bearbeitet. Die gemeldeten Fälle wiesen jedoch keine strafrechtliche Relevanz auf, wie Brunner sagte. Es sei vor allem um Hinweise auf mögliche Radikalisierung gegangen, jedoch nicht um Indizien für Gewalttaten.

10 Kommentare

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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Ich gehe davon aus, dass es noch wesentlich mehr Islamisten in unserer Armee gibt.
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    1. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      Ist zu befürchten D. Schmidel. Abgesehen davon bin ich froh, dass ich meine 1000 Diensttage bereits absolviert habe. Es wäre mir echt ein Graus mit all Doppelbürgern.
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    2. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Das mag sein, trotzdem bleibt das islamistische Thema geradezu ein minimaler Themenkreis, wenn es generell darum geht, "Gestörte" aus der Armee auszuschliessen: Da gibt es offenkundig und in erster Linie noch ganz andere Soziopathen. Da müssen wir die Kirche mal im Dorf lassen.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Bevor man die herbeigezogene "alte Platte", es seien hauptsächlich Ausgemusterte mit rechtsextremem Gedankengut, möchte ich die 1213 Dossiers der Stellungspflichtigen genau kennen und analysieren! Auch wenn meine gestern schon geäusserte Meinung einmal mehr nicht aufgeschaltet wurde, bin ich weiterhin überzeugt, dass eher viele, zu schnell und oberflächlich eingebürgerte junge Migranten, ein gehöriges Sicherheitsrisiko bedeuten! Nicht immer Unangenehmes einseitig und ideologisch darstellen!
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Interessanter Bericht. Also um dies festzuhalten: Wir sprechen hier von CH-Bürgern, die durchgefallen sind & nicht etwas von Ausländern!!! Und, die meisten mit Verdacht auf einen rechtsradikalen Hintergrund! Wer sagt es denn? Noch mehr Rechtsnationalismus schafft noch mehr Rechtsradikale! Sehr spannende Pressemitteilung! P.S. wo sind hier all unsere Rechtschreiber? Untergetaucht!
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Bächler : Es sind offensichtlich 41 Fälle von 1'200 Ausmusterung, wo eine extremistische Veranlagung vorliegt.
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    2. Antwort von Jürg Sand (Jürg Sand)
      Nein, nicht untergetaucht, Bächler, sie lassen mich nur nicht ran. Der Bericht ist verwirrlich. Nicht von den 1200 sind die meisten auf rechtsextremistische Fälle zurückzuführen. Dazu sagt der Bericht gar nichts, nicht einmal den eventuellen Migrationshintergrund der Zurückgewiesenen. WÄHREND des Militärdienstes gab es 41 Fälle von Verdacht, davon die "meisten" wegen Rechtsextremismus. Damit war es aber wohl nichts!
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