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Schweiz Schwarzfahrer werden schweizweit registriert

Ab dem 1. Januar 2016 lohnt sich Fahren ohne gültiges Ticket noch weniger: Die persönlichen Daten werden in ein nationales Register aufgenommen. Der Bundesrat will damit Wiederholungstäter effizienter büssen.

Eine SBB-Kontrolleurin guckt ein Billet an.
Legende: Wer 2016 schwarz fährt, bezahlt eine Busse und gelangt in ein nationales Register. Keystone

Schwarzfahrer in Bahn, Bus und Tram kommen ab dem 1. Januar 2016 in ein nationales Register. Mit dem neuen Gesetz erhalten die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs die rechtliche Grundlage, Personen ohne gültiges Billett oder Abonnement in einem nationalen Register zu speichern.

Der Bundesrat hat das entsprechend revidierte Gesetz auf dieses Datum hin in Kraft gesetzt. Die Daten müssen nach zwei Jahren gelöscht werden, wenn Billett und Zuschlag bezahlt sind und der Schwarzfahrer nicht rückfällig wurde.

Teure Zeiten für Wiederholungstäter

Das Einsichtsrecht ist eingeschränkt. Dank dem Register sollen Wiederholungstäter leichter zur Kasse gebeten werden können. Ein Referendum gegen die Revision war gescheitert.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    So kommen wir dem Überwachungsstaat wieder einen Schritt näher... George Orwell lässt grüssen.
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    1. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Was hat das mit Überwachungsstaat zu tun? Es geht hier allein um die Ehrlichkeit. Leider werden immer wieder unbegleitete Züge fürs Schwarzfahren ausgenützt. Ich sass mal im Erstklassigen. Es war Feierabendzeit. Neben mir sassen zwei Männer in Arbeitskleidung. Da erlaubte ich mir, die Beemerkung zu machen, dass sie wohl kein Erstklassbillet hätten. Sie behaupteten, eines zu haben. Da simulierte ich einen Polizeianruf. Die Männer verschwanden.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Das tönt doch sehr nach totalitärem Regime. Ich schäme mich langsam für die Schweiz! Die Bundesangestellten machen immer mehr dinge, welche man als normaler Mensch nicht tun würde. Natürlich weil sie es tun müssen, sonst wird ihnen gekündigt. Das haben die Deutschen auch immer gesagt, dass sie Dinge tun mussten, da man sie sonst eingesperrt hätte. Ich glaube, dass wir da auf einem sehr schlechten Weg sind.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli (thkaepp)
    Wenn ich da an meine Bahnstories zurückdenke. Bin auch schon mit gütigem Billet in den falschen Zug geraten. Primär Pendlerroutine in letzter Sekunde auf üblichem Perron und prompt in die falsche Richtung, weil ich weder Lautsprecherdurchsage mitbekam, noch Anzeige verifizierte. Oder verpennte ganz einfach mal meine Destination. Kein Problem, man bezahlte beim freundlichen Kondukteur nach und stieg beim nächsten Halt aus. Heisst jetzt wohl, ich bin damit ein auch potentieller Schwarzfahrer :-(
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