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Halbjahresbilanz des SEM So wenig Asylgesuche wie seit 2010 nicht mehr

Legende: Video Rückläufige Asylgesuche abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.07.2017.
  • Die Zahl der Asylgesuche ist im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 deutlich zurückgegangen.
  • Insgesamt wurden 2017 zwischen Januar und Juni 9123 Asylgesuche gestellt. Dies stellt den tiefsten Wert für das erste Halbjahr seit 2010 dar.
  • Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 14'277 Gesuche.
  • Die Zahl der Asylgesuche in Europa inklusive der Schweiz könnten aber innerhalb kurzer Zeit erneut ansteigen.

Neue Asylgesuche pro Monat

Von Anfang Januar bis Ende Juni 2017 wurden in der Schweiz 9123 Asylgesuche eingereicht. Dieser Wert liegt nicht nur deutlich unter den Zahlen des ersten Halbjahres 2016, sondern stellt gar den tiefsten Wert für das erste Halbjahr seit 2010 dar.

Es sei zu beobachten, dass die Schweiz nicht primäres Zielland der Menschen ist, die nach Westeuropa gelangen. In der zweiten Jahreshälfte werden jedoch in der Regel mehr Asylgesuche gestellt als in der ersten, weshalb eine lineare Hochrechnung dieser Zahlen nicht möglich sei, schreibt das Staatssekretariat der Migration (SEM).

Asylgesuche nach Nationen 2017

Nation Asylgesuche Jan.-Juni 2017
1. Eritrea1'741
2. Syrien1'020
3. Afghanistan625
4. Sri Lanka414
5. Somalia395
6. Guinea541
7. Türkei359
8. Nigeria354
9. Irak374
10. Georgien245
Übrige3'055
Total9'123

Nach der ausserordentlichen Migrationslage im Herbst 2015 und in den ersten Monaten des Jahres 2016 ist die Migration nach Europa im Verlauf des Jahres 2016 weitgehend auf das Niveau der Jahre vor 2015 zurückgegangen.

Dies dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass an den Grenzen Europas, im Nahen Osten und in Libyen ein erhebliches Migrationspotenzial besteht, das die Zahl der Asylgesuche in Europa inklusive der Schweiz innerhalb kurzer Zeit erneut ansteigen lassen könnte, schreibt das SEM weiter.

Deshalb verwende das SEM weiterhin die Prognose von 24'500 Gesuchen als Basis für die Planung.

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66 Kommentare

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  • Kommentar von Cédric Kammermann (cédric.k)
    Ich bin kein Rassist, aber: Wenn man am Bahnhof (wie heute in Solothurn) steht und meint, man sei in Afrika, dann geht mir das zu weit. Wohin man sieht, nur Eritreer und Schwarzafrikaner. Ich fühle mich in einer solchen Schweiz nicht mehr wohl. In Deutschland ist die Justiz mit 250000 Klagen von Asylanten völlig am Anschlag (RTL). Und unter den rund 800 Eritreern, die dieses Jahr in den CH-Asylprozess kamen, sind ca. 300 Neugeborene, die wir durchfüttern müssen. Hier läuft etwas gewaltig schief.
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  • Kommentar von Thomas Bach (TBach)
    Ich wünschte mir Links-Bürger meinen die Schweiz sei ein Land voller Schurken, wenn man nicht jedem Mensch auf der Welt hilt. Das sind dann meistens die verklärten Personen, welche für ein gutes Miteinander werben, aber einfach keine anderen Meinungen respektieren und gegen die aufhetzen. Die Schweiz und deren Bürger schlecht zu machen, nur weil man erkennt nicht jedem Menschen auf der Flucht helfen zu können, ist so ein Erkennungsmerkmal dieser Gruppe.Alles hat seine Grenzen wie auch die der CH
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    1. Antwort von Thomas Bach (TBach)
      Hoppla. Ich meinte natürlich ich wünsche mir weniger Links-Bürger welche die Schweiz als ein Land voller Schurken hinstellen, nur weil man wagt festzuhalten, dass die kleine Schweiz nicht der ganzen grossen Welt helfen kann.
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (sensus communis)
    Ich wünschte mir,auch Rechts-Bürger nach dem Text der «neuen» Landeshymne in der Asylfrage aagieren:«Weisses Kreuz auf rotem Grund,unser Zeichen für den Bund,Freiheit,Unabhängigkeit,Frieden.Offen für die Welt,in der wir leben,lasst uns nach Gerechtigkeit streben!Frei, wer seine Freiheit nützt,stark ein Volk, das Schwache stützt. Weisses Kreuz auf rotem Grund,unser Zeichen für den Schweizer Bund.»-Zu viele schimpfen aus Ohnmacht oder Verklärtkeit über die «Schwachen»weil man sie gezielt aufhetzt.
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    1. Antwort von Thomas Bach (TBach)
      "Zu viele schimpfen aus Ohnmacht oder Verklärtkeit über die «Schwachen»weil man sie gezielt aufhetzt" Na wer denn. Bitte aufzählen und zitieren, da sich wohl wieder Niemand angesprochen fühlt. Ich wünsschte mir dies auch von Linksbürger.`Mehr Respekt und Menschlichkeit. Warum unser NB nicht? Und die CH hilft bereits enorm, schon vergessen? Aber es hat alles seine Grenzen.
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