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Schweiz Ständeratskommission will Alkoholgesetz revidieren

Auch wenn die Details nicht besprochen sind: Die Ständeratskommission ist grundsätzlich für eine Totalrevision des Alkoholgesetzes. Somit lenkt die Kommission auf die Linie des Bundesrates ein.

Die Wirtschaftskommission des Ständerates (WAK) befürwortet eine Totalrevision des Alkoholgesetzes aus dem Jahr 1932. Über umstrittene Details wie das nächtliche Verkaufsverbot für Alkohol hat sie aber noch nicht entschieden.

Die Kommission ist mit 8 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung auf das Gesetz eingetreten, wie die Parlamentsdienste mitteilten. Sie sprach sich damit im Grundsatz dafür aus, dass das Gesetz angepasst wird. Über die Einzelheiten wird sie erst an ihrer nächsten Sitzung beraten.

Legende: Video Behörden planen schärfere Alkohol-Gesetze abspielen. Laufzeit 4:27 Minuten.
Aus 10vor10 vom 14.01.2013.

Der Bundesrat will unter anderem den Jugendschutz verstärken und gegen nächtliche Alkoholexzesse vorgehen. Läden sollen ab 22 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen. Diese Massnahme war in der Vernehmlassung umstritten.

Auf eine Erhöhung des Schutzalters hat der Bundesrat verzichtet. Nach wie vor sollen Jugendliche ab 16 Jahre Wein und Bier und ab 18 auch Spirituosen und Alcopops kaufen dürfen.

Legende:
Alkoholkonsum pro Kopf Die Grafik zeigt den Konsum je Einwohner ab 15 Jahren. Berücksichtigt wurde der Alkoholkonsum von Wein, Bier, Obstwein und Spirituosen. *Jahresmittelwerte Sucht Schweiz

5 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Burkhardt, DK-9560 Hadsund
    Was soll diese Grafik, wenn die "Alcopops", offenbar das bevorzugte Partygetränk von Mädchen und Jungen, darin nicht enthalten sind? Ich hoffe, dass die Parlamentarier bei der Beurteilung der katastrophalen Alkohol- und Drogensituation in der Schweiz von ehrlicheren Werten ausgehen.
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  • Kommentar von Ben Omar Ali, Genf
    Ich bin für ein totales Alkoholverbot schweizweit. So kann die Schweiz eine Vorreiterrolle spielen, bis endlich in ganz Europa, und schlussendlich der Teufel Alkohol auf der ganzen Welt für immer und ewig eliminiert ist. Dann werden wir alle frei sein.
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    1. Antwort von Mike, Winterthur
      Das hatten wir schon mal. Und diese prohibitiven Zeiten sind gottseidank vorbei. Aber verständlich ist es allemal: Wenn immer mehr Leute damit nicht umgehen können (wollen), ist auch der Totalitarismus nicht weit. Zu viel, wie ich meine. Genauso wie der vorgeschlagene Weg zu wenig ist. Das Schutzalter gehört angehoben. Und es gehört endlich anerkannt, dass Suff das Problem Nummer eins unserer Gesellschaft ist. Weit vor anderen Sachen.
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    2. Antwort von MarcelAmgwerd, Solothurn
      Den Staat geht es grundsätzlich gar nichts an, was für Substanzen der mündige Bürger zu sich nimmt. Jeder so viel oder so wenig trinken wie er will - sofern er anschliessend auch die Konsequenzen dafür trägt. Es wäre besser religiöse Organisationen und derer Sonderrechte und Fatalimus in der Gesellschaft einzuschränken, die sind das wahre Gift der Gesellschaft!
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    3. Antwort von A. Planta, Chur
      Im SRF sagten sie, der Alkoholkonsum sei früher in der Schweiz viel verbreiteter gewesen. Gerade deshalb kann man doch der mündigen Bevölkerung nicht jede Freude wegnehmen. Alle Gesetze werden immer strenger. Ich glaube nicht, dass dies zu etwas Positivem führt.
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