Verdingkinder erhalten drei Millionen Franken

Die Summe ist dank Spenden zusammen gekommen. Bisher haben 400 Betroffene davon profitieren können.

Die Initianten reichen die Unterschriften für die Wiedergutmachungsinitiative ein

Bildlegende: Die Wiedergutmachungsinitiative fordert, dass Opfer von staatlichen Zwangsmassnahmen als Entschädigung Geld erhalten. Keystone

Entschädigung für Verdingkinder: Dank Spenden haben Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen seit Sommer drei Millionen Franken an Soforthilfe erhalten. Dies gab der stellvertretende Direktor des Bundesamtes für Justiz, Luzius Maeder, bekannt.

Das Geld des Soforthilfefonds kommt aus freiwilligen Spenden und wird von der Glückskette verwaltet. Die Kantone beteiligten sich mit fünf Millionen Franken daran. Weitere Beiträge im Umfang von zwei bis drei Millionen Franken von anderen Spendern werden angestrebt. Dieses Ziel sei noch nicht ganz erreicht, heisst es.

Hunderte Gesuche

In über 400 Fällen hätten Beiträge im Gesamtumfang von drei Millionen Franken ausbezahlt werden können.Seit Juni 2014 sind rund 650 Gesuche beim Ausschuss des Soforthilfefonds eingereicht worden. 450 Gesuche seien geprüft worden. Dies entspreche einer durchschnittlichen Auszahlung pro Person von rund 8000 Franken. Bis zum Ablauf der Frist zur Einreichung am 30. Juni 2015 würden zahlreiche weitere Gesuche erwartet.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • 110‘000 Unterschriften für die Verdingkinder

    Aus Tagesschau vom 19.12.2014

    Die Opfer sogenannter administrativer Zwangsmassnahmen, die es bis in die 1980er-Jahre gab, sollen finanziell entschädigt werden. Die «Wiedergutmachungs-Initiative» ist eingereicht worden. Geplant ist ein Fond von 500 Millionen Franken.

  • «Wiedergutmachungs- Initiative» für Verdingkinder

    Aus Tagesschau vom 19.12.2014

    Opfer von administrativen Zwangsmassnahmen sollen finanziell entschädigt werden- dies verlangt die sogenannte Wiedergutmachungs-Initiative. Diese ist mit rund 110‘000 Unterschriften auf der Bundeskanzlei eingereicht worden.