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Unternehmenssteuer-Reform III Widmer-Schlumpf hat immer noch Gewicht – das weiss Maurer

Kurz vor der Abstimmung erhält der Kampf um die Steuervorlage eine neue Dimension. Der EFD-Chef schiesst scharf zurück.

Legende: Audio Kampf um USR III mit neuer Dimension abspielen. Laufzeit 1:44 Minuten.
1:44 min, aus SRF 4 News aktuell vom 25.01.2017.

Der Schlagabtausch zwischen der früheren Finanzministerin und dem amtierenden Kassenwart ist brisant: Auf der einen Seite steht da Eveline Widmer-Schlumpf, die von der SVP verstossene Ex-Bundesrätin. Auf der andern Seite Ueli Maurer, der ehemalige SVP-Parteichef und heutige Volkspartei-Bundesrat. Die beiden, Widmer-Schlumpf und Maurer, haben ein gemeinsame Geschichte. Und Narben davon.

Und just bei der gewaltigen Finanzvorlage, der komplexen

Unternehmenssteuerreform, treffen sie wieder hart aufeinander. Indirekt in verschiedenen Zeitungs-Interviews. Am Montag Widmer-Schlumpf, die Vorgängerin von Maurer: Sie hatte die Steuerreform in ihrer ursprünglichen Form aufgegleist. Zur Abstimmungsvorlage aber geht sie jetzt auf Distanz.

Widmer-Schlumpfs Wort hat beim Stimmvolk Gewicht – immer noch. Das weiss auch Ueli Maurer, ihr Nachfolger im Finanzdepartement. Deshalb schiesst er heute scharf zurück. In ausgewählten Zeitungen. Widmer-Schlumpfs Aussagen seien faktisch falsch, ein grosser Fehler.

Knapp drei Wochen vor dem Urnengang erhält der Kampf um die Steuerreform eine neue Dimension und zwei Gesichter: Eveline Widmer-Schlumpf und Ueli Maurer. Zwei, die trotz oder gerade wegen der gemeinsamen Geschichte getrennte Wege gehen.

Komitee gegen USR III

Kommunalpolitiker aus SVP, FDP, CVP, BDP, GLP und EVP haben ein bürgerliches Komitee gegen die USR III gegründet. Für viele Städte und Gemeinden seien die finanziellen Auswirkungen der USR III gravierend.

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54 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Singer (P.S.)
    Die Reform geht wirklich etwas zu weit. An Schulen und anderswo wird jetzt schon wie wild gespart. Die zusätzlichen Kosten wird der Mittelstand bezahlen müssen. Ich stimme nein, denn dann wird das Parlament die Aktiengewinne stärker besteuern. So wird der Mittelstand entlastet und gleichzeitig haben wir einen attraktiven Unternehmensstandort.
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  • Kommentar von Dani Lindenmann (Dani Lindenmann)
    Wenn ich die Kommentare so überfliege, - hat es sehr viele Experten auf diesem Forum die sich allerdings vor allem durch "Glauben" und Hörensagen denn du "Fachwissen" auszeichnen und - zeigt sich wieder einmal mehr, das limitierte Verständnis gewisser Kreise (z.b. das allgegenwärtige Orakel von Stans) von Demokratie und Meinungsfreiheit. Die Meinungsfreiheit sollte bei Abweichung von der eigenen (Volchs-) Meinung verbal verunglimpft werden (minimal rhetorische Fähigkeiten vorausgesetzt)
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    1. Antwort von Beat Rolli (rob)
      Seit dieser Woche gelten eben auch für Orakel "alternative facts" :-)
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    2. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      Beat Rolli klar doch, hat sie ja gar nicht nötig, die Botschaft hat ihre Anhänger erreicht. Trotzdem ich bin immer noch nicht schlüssig, werde mir Arena ansehen und hoffe, dass dies eine Ausgewogene Diskussion wird, mit Fach- und Sachkompetenten Menschen, die nicht über die Parteien reden, sondern über die Fakten und Auswirkungen die auf beide Seiten entstehen könnten.
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  • Kommentar von Werner Feuerle (feu)
    Es sind jetzt schon in den Kantonen Sparprogramme am Laufen! So lässt man in LU und neu auch in einem Kanton der Westschweiz die Schule ausfallen. Schon jetzt, vor den Ausfällen wegen USRIII!! Merkt jemand etwas? Weitere Sparprogramme in den Gemeinden und Kantonen werden folgen und die Steuern für Privatpersonen werden steigen. Die Reichen werden Reicher! Da gibts nur eines: Nein zur USRIII.
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