Album-Check: «Melodie» von Cro

Der Mann mit der Pandamaske veröffentlicht sein zweites Album «Melodie». Die Melodien sind in der Tat das beste dran, findet Musikredaktorin Sophie Gut.

Album-Check: «Melodie» von Cro

Erste Worte auf dem Album:
«I can feel it»
Für Fans von:
Jan Delay und postmoderner Beliebigkeit.
Das hat mich genervt:
Cros Wischi-Waschi-Wortschatz. Vielleicht, manchmal, egal, irgendwo, irgendwann.
Wer darf das Album nicht hören:
Wer von irgendetwas überzeugt ist.
Das würde meine Mutter zum Album sagen:
Der hat so eine schöne Stimme, warum singt er nicht öfter.
Das würde der Deutschlehrer sagen:
Wer so wenig zu sagen hat, sollte besser noch schneller sprechen.
Wem schenkt man das Album am besten:
Einem fremdsprachigen Freund. Die Melodien sind tiptop.
Kunstfaktor des Albumcovers:
Hoch. Die Pandamasken-Büste aus (vielleicht) Marmor passt gut als Sinnbild – Cro stellt sich selber auf den Sockel und versteinert sich damit zum unbeweglichen, leblosen Denkmal.
Dieses Getränk passt zum Album:
Der Hugo. Leicht, sommerlich, süffig, jeder mag ihn, niemand spürt ihn.
Letzte Worte auf dem Album:
«Alles beginnt sich zu drehn.»