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Multimedia Smartphone-Falle: Sunrise korrigiert 17'000 Kunden-Rechnungen

Ein falscher Klick und schon hat man als Smartphone-Besitzer ein teures Abo am Hals. Tausenden von Sunrise-Kunden erhielten letzten Monat ungerechtfertigte Gebühren für «Premium SMS»-Dienste. Sunrise streicht ihnen nun diese Gebühren und will bis Ende Februar eine Zwischenseite aufschalten.

Ein Mann hält ein Smartphone in der Hand und zeigt eine SMS
Legende: Premium-SMS können ins Geld gehen. SRF

17‘000 Sunrise Kunden haben mit der letzten elektronischen Rechnung Premium-SMS-Dienste eines Anbieters verrechnet bekommen. Dabei wurden laut Sunrise «intransparente, nicht gerechtfertigte Gebühren» aufgeführt.

Sprich: Die Kunden hatten grösstenteils keine Ahnung, dass sie beim Surfen mit dem Handy ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen haben. Sunrise hat nun reagiert und schickt neue Rechnungen – ohne die Gebühren für die Premium-SMS-Dienste.

Schwarze Schafe sperren

Solche ungewollten Dienste sind seit Jahren ein Ärgernis, immer wieder landen Fälle beim Konsumentenmagazin «Espresso». Möglich werden solche ungewollten Abo-Abschlüsse über das sogenannte WAP-Billing.

Konkurrent Orange verzichtet seit jeher auf diese Art der Abrechnung. Die Swisscom hat bereits 2011 reagiert und bei den meisten Anbietern eine Sicherung eingebaut. Seit Ende 2013 sollten ungewollte Abo-Abschlüsse bei der Swisscom gänzlich der Vergangenheit angehören.

Endlich eine Lösung in Sicht

Dies möchte nun auch Sunrise: Ab Ende Februar soll auf dem Smartphone vor jedem Abschluss eine Bestätigungsseite erscheinen, bestätigt der Mobilfunkanbieter dem Konsumentenmagazin «Espresso».

Kunden bekommen eine Übersicht über die Dienste, die abonniert werden sollen. Hier können die Kunden den Vorgang auch bestätigen oder abbrechen. Eine solche Lösung hatte Sunrise bereits letztes Jahr in Aussicht gestellt.

Swisscom: Transparenz stoppt Abzocker

Wie viele Abonnemente ungewollt abgeschlossen werden, zeigt die Erfahrung der Swisscom. Als eine ähnliche Bestätigungsseite aufgeschaltet wurde, sind die Umsätze mit den Premium-SMS-Diensten drastisch eingebrochen.

Swisscom-Sprecher Carsten Roetz: «Die schwarzen Schafe der Branche hatten auf einmal ganz schwierige Karten.» Diese haben sie ab Ende Februar auch bei Sunrise.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Kommentator, Unbekannt
    Das Problem bei manchen Premium-Diensten ist einerseits dass zuvor (meist ungewollt, beispielsweise durch einen Tippfehler) abonnierte Dienste nach einer Sperrung über den Befel "STOP ALL" nicht mehr abbestellt werden können und die Anbieter solcher Dienste es einem zusätzlich oft schwer machen indem als Absendernummer ein nicht verarbeitbares Wort erscheint, also beispielsweise "SINGLES" – lediglich in der Nachricht selbst erscheint eine (meist Festnetz-) Telefonnummer.
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