Kritik an der «Tischlein-deck-Dich»-Ökonomie

  • Samstag, 16. Mai 2015, 8:13 Uhr
Sendetermine
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    • Samstag, 16. Mai 2015, 8:13 Uhr, Radio SRF 1
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    • Samstag, 16. Mai 2015, 16:33 Uhr, Radio SRF 4 News
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    • Sonntag, 17. Mai 2015, 23:34 Uhr, Radio SRF 4 News

Betreut eine Pflegekraft ein krankes Kind, dann steigert sie damit das Brutto-Inland-Produkt. Sie erhält für ihre Pflegearbeit einen Lohn und dieser fliesst in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung ein. Pflegen Eltern ihr krankes Kind, dann ist das unbezahlte Arbeit.

Wenn kein Geld fliesst, wird die Arbeit in der amtlichen Buchhaltung nicht erfasst. Folglich erscheint sie auch nicht in den offiziellen Zahlen über die Schweizer Wirtschaftsleistung. Ulrike Knobloch, Ökonomin und Wirtschaftsethikerin an der Universität Freiburg, hält diese traditionelle Sichtweise für zu einseitig. Sie kritisiert sie als «Tischlein-Deck-Dich»-Ökonomie. Denn es ist klar, dass Staat, Wirtschaft und Gesellschaft ohne diese unbezahlte Arbeit nicht funktionieren würden. Immerhin lässt sich mit aufwändigen Befragungen und Hochrechnungen der Wert dieser Gratisarbeit einigermassen abschätzen. Die Resultate sind eindrücklich.

Beiträge

  • «Minicrash» bei vermeintlich sicheren Staatsobligationen

    Anleger reiben sich die Augen: Bei vielen Staatsanleihen sind die Kurse in den vergangenen Tagen deutlich gesunken. Staatsanleihen gelten als sicher und stabil. Was ist da passiert?

    Iwan Lieberherr

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    Tamoil raffiniert keine Erdölprodukte mehr in Collombey. Dafür importiert sie diese Produkte aus dem Ausland. SBB Cargo verliert dadurch Millionen-Aufträge. Gespräch mit Anna Lemmenmeier.

    Marcel Jegge

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    Mitten in der Stadt Zürich lebt ein Stück Schweizer Industriegeschichte. Seit 100 Jahren werden in der Nähe der Hardbrücke mächtige Gaskompressoren gebaut. Früher hiess das Unternehmen «Escher-Wyss», später «Sulzer Turbo», heute «MAN Diesel und Turbo Schweiz».

    Philip Meyer

  • Die Kritik an der "Tischlein-deck-dich"-Oekonomie

    In der Schweiz werden mehr Stunden gratis gearbeitet als gegen Entgelt. Bei einer überalternden Gesellschaft und einem stärkeren Einbezug der Frauen in die Arbeitswelt muss dies berücksichtigt werden, fordert die Freiburger Ökonomin und Wirtschaftsethikerin Ulrike Knobloch.

    Wer soll all die Arbeit erledigen, die wir immer noch als selbstverständlich voraussetzen?

    Barbara Widmer

Moderation: Marcel Jegge, Redaktion: Marcel Jegge