Siegpremiere für Gross – Schweizer erneut geschlagen

Zwei Hundertstelsekunden Differenz haben in Adelboden über den Slalomsieg entschieden. Stefano Gross machte das Rennen hauchdünn vor Fritz Dopfer. Die Leistungen der Schweizer fielen wiederum sehr diskret aus, Luca Aerni klassierte sich als 19.

Gross preschte bei zunehmend schwierigen Verhältnissen im 2. Lauf vom 5. Rang noch ganz an die Spitze vor. Der 28-Jährige aus Bozen machte damit einen Rückstand von rund einer Sekunde wett.

Bislang stand er in seiner Karriere 3 Mal auf dem Podest. Der Schauplatz im Berner Oberland hat Gross schon einmal Glück gebracht, als er vor 3 Jahren ebenfalls im Slalom den 3. Rang belegte.

Dopfer verpasst die Premiere

Schon vor dem letzten Fahrer stand fest, dass Adelboden eine Siegpremiere erleben würde. Denn Halbzeit-Leader Dopfer, der über ein grosses Polster verfügte, stand seit 2011 im Weltcup zwar schon 6-mal auf dem Podest, konnte aber ebenfalls noch nie die oberste Stufe erklimmen.

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Stefano Gross im Interview

1:03 min, vom 11.1.2015

Der Deutsche dosierte bei der Entscheidung das Risiko aber zu sehr, so dass er noch hauchdünn abgefangen wurde. 2 Hundertstel gaben den Ausschlag zu Gunsten von Gross.

Hirschers Serie gerissen

Mit einer weiteren Hundertstelsekunde Rückstand komplettierte Marcel Hirscher das Podest. Mit seinen 0,85 Sekunden Rückstand aus dem 1. Lauf schien er frühzeitig geschlagen.

Der Führende des Gesamtweltcups konnte aber noch beträchtlich Zeit gutmachen, seine Platzierung hingegen nicht mehr verbessern. Somit verpasste er in Adelboden seinen insgesamt 6. Sieg und den 3. in Serie.

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Analyse von Cheftrainer Thomas Stauffer

2:07 min, aus sportpanorama vom 11.1.2015

Aerni knapp in den Top 20

Die Schweizer zogen vor einer erneut euphorischen Heimkulisse wie schon im Riesenslalom einen schwachen Tag ein. Luca Aerni sorgte als einziger Qualifizierter für die Reprise wenigstens noch für minimale Schadensbegrenzung.

Mit einer couragierten, angriffigen Fahrt und der 6.-besten Laufzeit stiess der 21-jährige Berner von Rang 24 auf 19 vor und realisierte seine Saison-Bestleistung (zuvor 24.). «Vor allem im unteren Teil, dem Steilhang, hatte ich ein super Gefühl. Das macht mich stolz und überhaupt, dass ich hier in Adelboden zum 1. Mal das Ziel erreichen konnte», resümierte Aerni.

Daniel Yule, auf dem Papier der Teamleader, kam nie auf Touren und brachte seinen verpatzten 1. Lauf gar nicht erst ins Ziel. Ramon Zenhäusern verpasste nach zuletzt zwei Ausfällen den Cut für den 2. Lauf als 31. um winzige 2 Hundertstelsekunden.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 11.01.15 13:00 Uhr

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2. Lauf von Luca Aerni

1:11 min, vom 11.1.2015

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Luca Aerni im Interview

0:38 min, vom 11.1.2015