Flughafen Zürich: Südstarts bei schlechtem Wetter möglich

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL hat die Rahmenbedingungen für den Betrieb des Flughafens Zürich festgelegt. Neu sollen die Flugzeuge bei Nebel und Bise grundsätzlich geradeaus gegen Süden starten können, um Verspätungen abzubauen. Doch dies ist noch Zukunftsmusik.

Ein Flugzeug fliegt in die Wolken.

Bildlegende: Bei Nebel dürfen Flugzeuge geradeaus in Richtung Süden starten. Keystone

Mit Hilfe eines sogenannten SIL-Objektblattes bestimmt das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL die Rahmenbedingungen für den Flughafen Zürich - eine kompliziert Angelegenheit. Und weil der Fluglärm-Staatsvertrag mit Deutschland noch nicht ratifiziert ist, wird das ganze noch komplexer.

Südstarts geradeaus: kein Grund zur Aufregung

Deshalb hat sich das BAZL entschlossen, die Bewilligung in zwei Etappen aufzuteilen. Am Mittwoch hat der Bundesrat die erste Etappe verabschiedet. «Die Rahmenbedingungen entsprechen weitgehend dem heutigen Betrieb auf dem bestehenden Pistensystem», teilt das BAZL mit. Mit einer Ausnahme: Neu sind Südstarts geradeaus bei Bise und Nebel grundsätzlich vorgesehen.

Kein Grund zur Aufregung, findet der Flughafen: «Uns war es wichtig, dass die Möglichkeit besteht. Wir haben heute aber nicht vor, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen», sagt Flughafensprecherin Sonja Zöchling im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Mitspracherecht bei der zweiten Etappe

Pistenverlängerungen und der gekrümmte Nordanflug, welche für die Umsetzung des Staatsvertrages nötig wären, wurden im SIL-Objektblatt erst als «Vororientierung» eingetragen. Vor der zweiten Etappe werde es eine ordentliche Anhörung der Behörden und ein Mitwirkungsverfahren für die Bevölkerung geben, verspricht das BAZL.