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Für G5-Standard Bundesrat will Grenzwerte für Handy-Antennen lockern

  • Noch in diesem Jahr will die Swisscom den ultraschnellen 5G-Standard im Mobilfunk einführen.
  • Um dieses Vorhaben zu realisieren ist der Bundesrat bereit, die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung für Mobilfunkantennen zu lockern.
  • Bislang ist das am Widerstand des Ständerats gescheitert.

Die Forderung für tiefere Grenzwerte stammt von der Fernmeldekommission des Nationalrats (KVF). Sie befürchtet einen «Kollaps der Mobilfunknetze», womit die Schweiz den Anschluss an die Digitalisierung verlieren würde. Um das zu verhindern, müssten die «zu strikten Vorschriften» der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) gelockert werden, schreibt die Kommission in einer Motion.

Der Bund ist nun bereit, den Vorstoss anzunehmen. Eine erste Motion mit der gleichen Forderung war 2016 am Widerstand des Ständerats gescheitert. Die Mehrheit der kleinen Kammer stellte sich damals auf den Standpunkt, dass die Unbedenklichkeit erhöhter Strahlungswerte nicht belegt sei.

23 Kommentare

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  • Kommentar von B. H. (starfish)
    die Swisscom will 5G einführen, nur deshalb lockert der Bundesrat die Grenzwerte. Ohne diesen Wunsch des Staatseigenen Betriebes (SEB) wäre daran überhaupt nichts geändert worden. Bleibt nur zu hoffen, dass dann für die Mitbewerber exakt die gleichen Konditionen gelten.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Je weiter die Technik fortschreitet, umso sorgfaeltiger muss der un- oder gar kontraproduktive Gebrauch reguliert werden. Drahtlose Verbindungen sind wichtig fuer Telefongespraeche und SMS. Diese benoetigen keinen gefaehrlichen Ausbau der Strahlenschleudern. Breitbandanwendungen koennen leitungs- (bzw. glasfasergebunden) zu Hause oder am Arbeitsplatz abgefeiert werden....
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Die Aerzt"Innen für Umweltschutz (AefU) fordern Moratorium: "Die Einführung von 5G braucht aus technischen Gründen keine Erhöhung der Anlagegrenzwerte. Ungeklärt bleiben die gesundheitlichen Risiken dieser neuen Mobilfunk-Generation. "
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