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Schweiz Immer mehr Frauen arbeiten – nebst dem Haushalt

In der Schweiz arbeiten vergleichsweise viele Frauen, und ihre Zahl nimmt ständig zu. Gleichzeitig sind es vor allem die Frauen, welche die unbezahlte Arbeit im Haushalt erledigen.

Legende: Video Schweizer Frauen europäische Spitze abspielen. Laufzeit 1:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.11.2014.

Die Schweizer Arbeitswelt wird jedes Jahr ein wenig weiblicher: Im Moment liegt die Erwerbsquote der Frauen bei 74 Prozent. In Schweden sind es 72 Prozent, in Dänemark 70 Prozent. Und über die ganze EU gesehen arbeiten nur 59 Prozent der Frauen.

Die Erwerbsquote der Männer ist zwar noch deutlich höher, bei stabilen 85 Prozent. Doch die Frauen holen stetig auf, der Unterschied zwischen den Geschlechtern wird kleiner.

Frauen verdienen weniger

Das heisst allerdings nicht, dass die Schweiz in Sachen Gleichstellung nichts mehr zu tun hätte. So verdienen Frauen immer noch deutlich weniger als Männer für dieselbe Arbeit. Ausserdem ist die Erwerbsquote nicht zuletzt deshalb so hoch, weil viele Frauen Teilzeit arbeiten.

Im Unterschied zu gewissen skandinavischen Ländern wird die unbezahlte Arbeit im Haushalt zudem nach wie vor mehrheitlich von Frauen erledigt. Daran hat sich noch wenig geändert, auch wenn die Frauen daneben vermehrt auch noch einer bezahlten Arbeit nachgehen.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    was heisst eigentlich unbezahlte Arbeit im Haushalt erledigen? Ich habe mein Laben lang hundert Prozent gearbeitet, meine zwei Kinder zu anständigen Menschen mit einem sehr hohen Einkommen (gute Steuerzahler) erzogen, zudem den Haushalt bewältigt mich weitergebildet und das ohne einen Rappen der Sozialindustrie. Was soll eigentlich das ewige Gejammer auf Kosten der Steuerzahler?
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  • Kommentar von W. Meier, BL
    Ursprünglich war die Arbeitsteilung doch eine ganz grosse Errungenschaft der Menschheit: Die Männer gingen jagen, und die Frauen sammelten. Jeder war auf seinem Gebiet der Experte und konzentrierte sich auf das, was er am besten konnte. Wenn nun alle Teilzeit arbeiten sollen und deshalb alle alles lernen müssen, ist das eigentlich eine Verschwendung von Energie und Talent und bedeutet einen Rückschritt in der Entwicklung der Menschheit. Oder verstehe ich das falsch?
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  • Kommentar von W. Meier, BL
    Es gibt einige Berufe, bei denen ist die Erfahrung ganz wichtig; je mehr man gesehen hat, desto besser ist man. Wenn jemand 50% Teilzeit arbeitet, hat er auch nur die Hälfte der Erfahrung und ist damit nur halb so gut in seinem Beruf, wie jemand der voll arbeitet. Das sollte sich dann auch im Gehalt zeigen. Vielleicht ein Modell zur viel geforderten Angleichung von Frauen- und Männerlöhnen, wenn nun plötzlich auch Männer Teilzeit arbeiten sollen??
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