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Schweiz Schweizer Armee wälzt Szenarien für den Ernstfall

Die Flüchtlingskrise und die erhöhte Terrorgefahr haben es auch in der Schweiz gezeigt: Die Kapazitäten von Grenzwachtkorps und Polizei hierzulande sind beschränkt. Als Reserve bleibt die Schweizer Armee. Jetzt wird bekannt: Die Armeespitze wälzt weitgehende Szenarien.

Armeeeinsatz an der Grenze: Ein Soldat durchsucht einen Kofferraum.
Legende: Armeeeinsatz an der Grenze: Blattmann bereitet sich darauf vor, auch andere Aufgaben zu erfüllen. Keystone

Für einen Flüchtlingseinsatz an der Grenze hat die Armee bereits vorgesorgt. Sie hat Wiederholungskurse (WK) so verschoben, dass übers ganze Jahr hinweg genügend Soldaten einsatzbereit wären. Nun aber zeigt sich: Die Armeespitze bereitet sich auch auf ein Szenario mit einer erhöhten Terrorgefahr vor.

Man kann nicht alle Mittel an der Grenze ausgeben.
Autor: André BlattmannArmeechef

Armeechef André Blattmann bezieht sich dabei auch auf die Attentate von Brüssel. Diese zeigten, dass Einsätze an der Grenze nur ein Punkt seien.

«Die anderen sind der allfällige Schutz der kritischen Infrastruktur in der Schweiz und die Unterstützung der zivilen Behörden», so Blattmann. «Man kann nicht alle Mittel an der Grenze ausgeben, sondern man muss bereit sein, verschiedene Aufgaben zu erfüllen.»

Zurzeit aber hätte die Armee höchstens 2300 Mann zur Verfügung; WK-Soldaten, Durchdiener und Berufsmilitärs. Ob das für Flüchtlingsaufgaben und für den gleichzeitigen Schutz von Bahnhöfen, Flughäfen sowie anderen wichtigen Einrichtungen ausreicht, ist allerdings offen.

Auf Antrag ungeplante Wiederholungskurse

«Wenn es darüber hinausgeht, heisst das nicht, dass wir dann nichts haben», beruhigt der Armeechef. «Das würde einfach bedeuten, dass wir mobilmachen müssen», so Blattmann. Man müsse nicht schwarzmalen, «aber wir haben selbstverständlich entsprechende Überlegungen anzustellen.»

Mobilmachen würde die Armee allerdings nicht alle Truppen, sondern gezielt einzelne Einheiten. Ein Armeesprecher bestätigt, dies wären dann ungeplante zusätzliche WK. Voraussetzung für einen solchen Schritt ist ein Antrag der Kantone an die Armee – und auch das Parlament müsste dem noch zustimmen.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Beda Düggelin (Beda Düggelin)
    Dann warten wir also auf eine Teilmobilmachung der Armee. Wieviele Soldaten sollen denn aufgeboten werden, um die Grenze zu sichern, die kritische Infrastruktur zu schützen? Die AdA' s freuen sich sicher auf zusätzliche Wiederholungskurse, dies stärkt das Know-How der Armee. Ja, wenn man die Armee halbiert hat, braucht man wohl eine fremde Armee!
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    1. Antwort von Alex Kramer (Kaspar)
      Welche kritische Infrastruktur braucht man vor Flüchtlingen zu schützen? Unsere AKW sind schliesslich neu (RR Kägi) und wie allenthalben versichert wird, technisch sicher (Beznau, Risse). Swiss Standard. Dieses Säbelgerassel der CH-Generäle weist ja nur darauf hin, dass man dort unterbeschäftigt ist, während man mit den Ausschreibungen für neue Systeme (Gripen, DURO, Flab-Lenkwaffen) überfordert zu sein scheint. Mehr als eine Frühpension als Strafe hat man aber nicht zu erwarten.
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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Es gibt auch noch andere Bedrohungen, wo es vielleicht eine gute Armee braucht z.B.: Stromausfall von 4 bis 6 Tagen in einer Großstadt, die Österreicher haben das vor einigen Monaten schon mal geübt. (kein Licht in bewachten Supermärkten und nur teilweise funktionierende Wasserversorgung). Es gibt nur eine Armee geben, die eigene oder die fremde.
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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
    Wenn vor nicht langer Zeit jemand das Wort, die Armee an die Grenzen oder an die Objekte gesagt hat, wurde er auf Aufwiegler genannt jetzt ist das schon Schnee von gestern, so schnell kann es gehen. Jetzt hört man nicht mehr so viel von den Gutmenschen, sieh sind auch schlauer geworden. Der Spruch die Zeit wird es schon richten die sind vorbei.
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      Was denken wohl bei diesen Ankündigungen unsere Armeegegner und-Abschaffer? Würden sich diese nun im Notfall zur Verfügung stellen? Ich erinnere mich an deren Aussagen dass für die Schweiz keine Gefahr bestehen könne........Wer soll es nun richten da der Armeebestand reduziert wurde?
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