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Schweiz Weihnachten in der Zivilschutzunterkunft

Viele Asylsuchende in der Schweiz werden die Feiertage in Zivilschutzunterkünften verbringen müssen. Weil die Zahl der Migranten in den vergangenen Monaten stark zugenommen hat, greifen viele Kantone auf unterirdische Unterkünfte zurück.

Menschen halten ein Stop Bunker-Plakat
Legende: Immer wieder kommt es zu Protesten gegen unterirdische Unterbringung, wie hier in Lausanne. Keystone

Im Kanton Aargau wollten die Behörden eigentlich verhindern, dass
Asylsuchende in unterirdischen Anlagen wohnen müssen.

Jetzt aber ist klar: Es gab keine andere Möglichkeit, sagt die zuständige grüne Regierungsrätin Susanne Hochuli: «Wir mussten mehr Plätze schaffen. Und diese Plätze sind unterirdisch. Ich gehe davon aus, dass es besser ist ein Dach über dem Kopf zu haben und ein Bett am Abend als im Freien übernachten zu müssen.» Nun müssen im Aargau rund 800 Personen die Festtage unterirdisch verbringen.

Bestens eingerichtet

Etwa gleich viele sind es in den Kantonen Bern und Zürich. Laut dem zuständigen Zürcher SP-Regierungsrat Mario Fehr ist das eine vertretbare Lösung: «Unsere Zivilschutzunterkünfte sind bestens eingerichtet. Viele Schweizer Armeeangehörige haben dort viele Diensttage verbracht. Meines Erachtens sind diese Unterkünfte selbstverständlich auch für Asylsuchende zumutbar.»

Und die Suche nach Unterkünften bleibe auch im nächsten Jahr schwierig, befürchten die zuständigen Regierungsräte. Viele unterirdische Zivilschutzanlagen dürften also auch künftig von Asylsuchenden bewohnt werden.

122 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Haette unsere Regierung das Dublinabkommen, das sie unterschrieben hat getreu seinem Inhalt ausgefuehrt, haetten wir keinen einzigen Migranten in unseren Schutzraeumen...Haette unsere Regierung ihre PFLICHT gegenueber Gesetz und Buerger getreu der Verfassung und des EIDES getan, haetten wir sozusagen keine MIGRANTEN!!! Dann haetten die FLUECHTLINGE Unterkunft so schoen wie jeder Durchschnitsschweizer!!
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Weihnachten ist vorbei...und alle haben unbeschadet UEBERLEBT.. ein WUNDER!!!
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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Im Sommer war eine recht gute Analyse zur deutschen Berichterstattung, es haben 43 Menschen kommentiert, z.T. recht aufschlussreich: http://www.nzz.ch/feuilleton/medien/minenfeld-migration-1.18562659 Dazu muss man die Entwicklung der Population miteinbeziehen. Jedes Jahr werden 50 Millionen ungewollt geboren, weil es keinen Zugang zu gratis Verhütungsmittel gibt. So müssen gerade die Ärmsten die meisten Kinder ernähren. Eine Folge davon ist, dass täglich 50'000 verhungern.
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    1. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      M.Helmers, dennoch war es mit ein Grund, wieso Ecopop abgelehnt wurde. Wir haben uns nicht ins Kinderkriegen einzumischen. Man verwehrt Frauen in Entwicklungsländern Begleitung+Finanzierung ihrer Familienplanung, ihr Hilferuf blieb unerhört. Viele kommen her, weil wir ihnen im Kampf um fruchtbare Böden+Gewässer ihre Lebensgrundlage nahmen. Von ihren Regierungen enteignet, damit wir unsre Überpopulation durchfüttern können. Hier Sammlung "Brot für Brüder",dort Zerstörung von zahllosen Existenzen.
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