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Schweizer Wirtschaft steuert auf rasche Erholung zu
Aus HeuteMorgen vom 04.05.2021.
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Erholung von der Pandemie «Die Wende ist zumindest wirtschaftlich vollbracht»

  • Die Schweizer Wirtschaft läuft schon wieder prächtig: Das zumindest sagen verschiedene Konjunkturindikatoren, die in den letzten Tagen veröffentlicht worden sind.
  • Als eigentliche Konjunkturlokomotive entpuppt sich dabei die Industrie.
  • Unternehmen halten sich bei der Personalsuche aber noch zurück. Laut den Experten herrscht noch Skepsis zur Dauer des Booms.

Sie heissen Einkaufsmanagerindex oder Konjunkturbarometer – die Indikatoren, die in den letzten Tagen veröffentlicht worden sind. Sie sind äusserst erfreulich ausgefallen.

Die Konjunkturindikatoren stehen alle teilweise auf einem Rekordhoch. Aber man muss immer berücksichtigen, woher sie kommen.
Autor: Martin NeffÖkonom bei der Raiffeisen Gruppe

Sie steigen kräftig und zeigen damit an, dass sich die Wirtschaft erholt. «Die Konjunkturindikatoren stehen alle teilweise auf einem Rekordhoch. Aber man muss immer berücksichtigen, woher sie kommen», sagt Martin Neff, Ökonom bei der Raiffeisen Gruppe.

Sprich: Die Erholung ist rasant, aber sie startet halt von einem sehr tiefen Niveau aus. Schliesslich war die Wirtschaft im letzten Jahr wegen der Pandemie stark eingebrochen. Neff ist aber insgesamt erleichtert. «Das zeigt nämlich, dass die Erholung absolut intakt ist.»

Industrie als Konjunkturlokomotive

In der Gastronomie oder im Tourismus aber harzt es immer noch gewaltig, wegen der Folgen der Pandemie. Die aktuelle Erholung der Schweizer Wirtschaft wird denn auch primär von der Industrie getragen.

Insgesamt kann man wirklich sagen: Die Wende ist zumindest wirtschaftlich vollbracht.
Autor: Martin NeffÖkonom bei der Raiffeisen Gruppe

Sie profitiert vor allem davon, dass die Wirtschaft etwa in China oder den USA wieder kräftig wächst und, dass Schweizer Produkte dort wieder gefragt sind. Das kurbelt die Exporte an.

Zurückhaltung bei Personalsuche

Claude Maurer, Ökonom bei der Credit Suisse, beobachtet: «Es ist interessant zu sehen, dass trotz dieser fast boomartigen erhofften Erholung die Unternehmen vorsichtig sind, wenn es um neue Einstellungen geht. Man traut dem Boom noch nicht.»

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Aus dem Archiv: Arbeitslosigkeit in der Schweiz steigt weiter an.
Aus Tagesschau vom 08.02.2021.
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Die Erholung der Wirtschaft ist noch nicht auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Der reagiert wie so oft in der Geschichte erst zeitlich verzögert auf den Aufschwung. Laut Maurer dürfte sich der Arbeitsmarkt wohl erst im nächsten Jahr vollständig erholen. Aber immerhin: Der Anfang ist gemacht. Oder wie es Ökonom Martin Neff sagt: «Insgesamt kann man wirklich sagen: Die Wende ist zumindest wirtschaftlich vollbracht.»

HeuteMorgen, 03.05.2021, 06:00 Uhr

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Schneider  (░)
    "Sie heissen Einkaufsmanagerindex oder Konjunkturbarometer" - vermutlich sollte es "und" heissen statt "oder".
    Es wäre super bei solchen Verweisen auch gleich die Primärquelle zu verlinken.

    Wird der KOF Konjunkturbarometer referenziert oder gibt es noch andere?

    https://kof.ethz.ch/prognosen-indikatoren/indikatoren/kof-konjunkturbarometer.html
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Urs Schneider Guten Tag Herr Schneider, konkret ging es um das KOF-Konjunkturbarometer der ETH Zürich, um den PMI der Credit Suisse und Procure sowie um den KMU PMI der Raiffeisen-Bank. Das Wort oder ist in hier korrekt. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Peter Wiesner  (Peter P. Wiesner)
    "Die Wende ist zumindest wirtschaftlich vollbracht"...das sagt ein höchster Kader der Raiffeisenbank.

    Herr Neff, wie sieht denn nun der wirtschaftliche Aufschwung in Zürich aus, um und in der Gassenküche von Schwester Ariane? Keine Menschen mehr die in der Schlange stehen und mittags um eine Essensration bitten?
    Rückgang beim RAV?

    NB: Und was ist die Verheissung von unserer BR Frau KKS vom 29.4.21 -nicht ganz 1 Woche her-: "Knallhartes Wirtschaftsprogramm" als Plan B für die Schweiz??
    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Es ist oben genau aufgeführt welche Branchen zulegen und welche noch am Boden liegen und dass die Firmen zurückhaltend sind bei neuem Personal. Warum sollte es auf einen Schlag kein Problem mehr geben?
    2. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Das ist etwas anderes. Es geht um das Scheitern des Rahmenabkommens. Die Industrie die in die EU liefert, hat erst später Probleme. Dass es ein Fitnessprogramm braucht wenn alle Stricke reissen verstehe ich, dass aber alles auf Kosten der Arbeitnehmer gehen soll, bin ich nicht einverstanden.
  • Kommentar von Christophe Bühler  ((Bühli))
    Scheint wieder einmal eine gute Nachricht, das freut.