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International Der Shutdown verdirbt Touristen die Ferien

Der Zwist der US-Politiker ums Budget ist neben den Staatsangestellten auch für Touristen ein Ärgernis. Attraktionen wie Museen und Nationalparks bleiben geschlossen – Reiseveranstalter zeigen sich dafür kulant.

Bären auf der Strasse, zwei kleine und eine grosse Bärin
Legende: Grizzlibären im Grand Teton National Park in Wyoming: Touristen können zur Zeit nicht mehr in den Park. Keystone/Archiv

Nach dem Shutdown in den USA dürfen Touristen in den meisten Fällen jene Leistungen zurückfordern, die sie nicht beziehen konnten. Kuoni, Hotelplan und Tui Suisse erstatten Geld zurück, wenn ihre Kunden tatsächlich vor geschlossenen Türen stehen bleiben.

«Andere Leistungen wie Flug und Hotels ausserhalb der Nationalparks sowie Mietwagen oder Transfers sind von dieser Regelung ausgeschlossen, da diese nicht vom Finanzierungsstopp betroffen sind», schreibt Hotelplan. Die Regelung gilt auch für Kunden der Marke Travelhouse/Skytours.

Auch bei Kuoni gilt diese Regelung. «Wer Hotelbuchungen in Nationalparks gemacht hat, die Übernachtungen aber nicht beziehen kann, dem wird das Geld zurückerstattet», sagt Sprecher Julian Chan. Bei Kuoni sind etwa 70 Personen davon betroffen. 60 weitere sind in den Nationalparks mit Wohnmobilen unterwegs. Insgesamt reisen bis Ende Oktober noch 1300 Kunden von Kuoni in die USA, 900 sind bereits dort.

Individuelle Lösungen bei Tui Schweiz

Tui Schweiz will Leistungen ebenfalls dann zurückerstatten, wenn sie nicht bezogen werden konnten. «Wir versuchen aber, individuelle Lösungen zu finden», sagt Sprecher Roland Schmid. Alternative Routen und Umbuchungen müssten demnach möglich sein.

Auch bei Globetrotter stehen Umbuchungen im Zentrum. Zurzeit sind 850 Kunden des Reiseunternehmens in den USA. Weitere 350 werden in den nächsten zehn Tagen abreisen. Das Unternehmen kündigt an, bei den Nationalparks alternative Routen zu suchen. Bei Umbuchungen wollen sie keine zusätzlichen Gebühren, sondern nur die anfallenden Kosten von Anbietern belasten.

Warenhandel nicht betroffen

Der Tourismus ist jene Branche, die am meisten von dem Shutdown in den USA betroffen ist. Der Warenhandel allerdings läuft vorläufig weiter. So bestätigt zum Beispiel die Firma Cargologic, die in der Luftfracht tätig ist, dass die Handelsströme nicht unterbrochen sind. Die Waren würden vom amerikanischen Zoll normal abgefertigt.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Rosen, Erlenbach
    Na, na, na - wir sprechen hier über God's own country. The world's leading nation. Und kein Geld im Portemonnaie, das ist doch jedem (Student) schon mal passiert. Und es gibt doch sogar Kulturnationen, denen das schon passiert ist: Argentinien, Irland, Portugal, Griechenland. Ausserdem - wer seit Jahren fleissig Geld druckt muss doch auch schauen, wo dieses bleibt. Ein paar Schulden mehr oder weniger: bei Billionen-Dimensionen ist das sowieso nur noch marginal. USA - unser Vorbild!
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    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      The world's leading nation!? -lachanfall- Sie kennen bestimmt die ältere Ausspruch: "Eine Bank ist gefährlicher als ein stehendes Heer."
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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    Jeder der den Patriot Act studiert und auch verstanden hat, meidet die USA als Feriendomizil. Die USA, welche sich jederzeit erlaubt andere Länder für deren "Vergehen" an den Pranger zu stellen hat mit diesem Act die eigene Verfassung ausgehebelt!
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  • Kommentar von M. Tisserand, Schweiz
    Eigentlich müsste unser EDA eine Reisewarnung für die USA rausgeben. Da kann man ja niemanden mit gutem Gewissen hinschicken.
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